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Kriminalarchäologie: Eine frühkeltische Schnabelkanne – aus Bad Dürkheim?!

19. Mai um 19:30 - 21:00

Archäologen*innen fällt 2015 im Katalog eines Londoner Auktionshauses eine außergewöhnlich qualitätvolle Bronzekanne ohne Fundortangabe auf. Das Bundeskriminalamt ermittelt den Einlieferer, einen Sammler aus Bad Dürkheim, erwirkt den Abbruch der Auktion und die Rücksendung der Kanne – und deren Sicherstellung durch die Kriminalpolizei Neustadt an der Weinstraße. Das Verwaltungsgericht bestätigt 2018 die Rechtmäßigkeit dieser Sicherstellung.

Die Bronzekanne wurde um 400 v. Chr. nördlich der Alpen, nach dem Vorbild sog. etruskischer Schnabelkannen gefertigt. Im Gegensatz zu den zahl- reich belegten Importgefäßen, sind solche Kannen aus keltischer Produktion überaus selten, bisher waren nur fünf Exemplare bekannt. Die frühkelti- sche Schnabelkanne stammt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus einem reichen, einstweilen noch unbekannten Fürstengrab hier in der Region, das offenbar vor nicht allzu langer Zeit von Plünderern entdeckt und ausgeraubt wurde.

Referent: Dr. Michael Müller-Karpe & Dr. Martin Schönfelder, Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Mainz

Veranstaltungsort: Haus Catoir, Bad Dürkheim, Römerstraße 20

Kontakt: stadtmuseum@bad- duerkheim.de
Tel.: 06322 935 4301

Details

Datum:
19. Mai
Zeit:
19:30 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Haus Catoir
Haus Catoir, Römerstraße 20
Bad Dürkheim, 67098 Deutschland
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